“Silent Rider”: Kampagne gegen Motorradlärm in der Eifel

  • Eifelgemeinden wehren sich gegen zu schnelle Motorradfahrer
  • Lärm bedeute Stress im Nationalpark für Mensch und Tier
  • Aktionsbündnis fordert Gesetzesänderungen

Sieben Eifelgemeinden zwischen Simmerath, Hürtgenwald und Heimbach machen mobil gegen Motorradlärm: Es soll endlich Schluss sein mit aufheulenden Maschinen und ohrenbetäubendem Lärm. Am Donnerstag (06.06.2019) wurde deshalb die Kampagne “Silent Rider” ins Leben gerufen.

Stress im Nationalpark für Mensch und Tier

Seit Jahren beschweren sich die Anwohner über den Lärm der Motorräder auf den Serpentinen in der Eifel. Ausgerechnet im Nationalpark Eifel seien Mensch und Tier Lärm und Stress ausgesetzt, beklagt auch der Förderverein des Nationalparks. Erholungssuchende Touristen würden inzwischen das Weite suchen.

Bislang keine Maßnahme erfolgreich

Bislang hat noch keine Maßnahme von Polizei und Ordnungsbehörden die Raser dauerhaft ausbremsen können. Wer Spaß daran finde, die Serpentinen zum Rursee herunterzurasen, der habe nicht selten das Bußgeld dafür einkalkuliert, beklagen Mitglieder des Netzwerks motorradlärm.de.

Einführung persönlicher Helmkennzeichen?

Die Bürgermeister der sieben Eifelgemeinden haben nun einen Forderungskatalog vorgelegt. Er wird mitgetragen von Gemeinden im Sauerland, im Schwarzwald und im Odenwald. Gemeinsam wird von den Gesetzgebern in Brüssel und Berlin gefordert, endlich tätig zu werden: Die sofortige Stilllegung manipulierter Maschinen soll ebenso ermöglicht werden wie die Einführung persönlicher Helmkennzeichen. Damit könnten die Fahrer einwandfrei ermittelt werden. Der Bundesverband der Motorradfahrer unterstützt die Forderungen.

Quelle: www1.wdr.de


Ich hoffe das die Motorradfahrer mit manipulierten Auspuffanlagen in Zukunft Strafen bekommen die weh tun! Ich würde bei Vorsatz das Motorrad sofort stilllegen! Auch sollten die Strafen für zu schnelles Fahren drastisch erhöht werden.

Diese in meinen Augen unbelehrbaren sind zu einen großen Teil dafür Verantwortlich das wir Motorrad Fahrer in machen Gegenden nicht mehr gerne gesehen werden. 

Ich unterstütze die Silent Rider Aktion

5 Gedanken zu „“Silent Rider”: Kampagne gegen Motorradlärm in der Eifel

  1. »[…] Die sofortige Stilllegung manipulierter Maschinen soll ebenso ermöglicht werden wie die Einführung persönlicher Helmkennzeichen. […]«

    Ein wenig komisch… Die eine geforderte Maßnahme gibt es schon, die andere geforderte Maßnahme entbehrt jeglicher rechtlicher Grundlage.

    Wie soll denn ein »persönliches Helmkennzeichen« aussehen? Die Rentenversicherungsnummer auf die Rückseite schreiben? Oder die aktuelle Handynummer? Eventuell die Steuer-ID? 😀

    In Venezuela müssen sie Warnwesten mit dem Kennzeichen der Maschine tragen. Das wäre vermutlich die viel größere Schmach für »vorbelastete Motorradfahrer«: Ein Jahr lang zwangsweise Warnweste tragen. Wenn man ohne Warnweste angetroffen wird -> Verdoppelung der Zeitspanne.

    Also 1 Jahr, 2 Jahre, 4 Jahre, 8 Jahre, 16 Jahre, 32 Jahre… Ich glaube das würde dann schon reichen, die nächste mit 64 Jahren erlebt ja keiner mehr.

    Umgekehrt dann aber auch die gleichen Anforderungen an alle anderen Verkehrsteilnehmer: Radfahrer, PKW-Führer, LKW-Führer, Fußgänger und eventuell auch von der Leine gelassene Haustiere, welche im Naturschutzgebiet nicht unangeleint hätten herumlaufen dürfen… Vielleicht geht bei solchen Forderungen dann mal den Leuten auf was sie da so fordern wenn sie selbst betroffen sind.

    Mit PKW zu schnell durch den Wald gefahren? 1 Jahr lang großflächiger Aufkleber auf der Heckscheibe »ich bin ein verantwortungsloser Naturschutzgebietraser« – auf allen PKW welche auf den Fahrzeugführer zugelassen sind…

    • Ja gefordert wird viel. Durchgesetzt wird es nicht, Helmkennzeichnung finde ich Schwachsinnig. Aber wenn es sich nicht ändern wird werden sich die Herren schon was einfallen lassen und wir müssen damit leben. Es liegt in unserer Hand was wird. Ich spreche mit vielen Motorradfahrern über zu laute Kisten und muss leider feststellen das von Einsicht nichts zu spüren ist, Wenn diese Krawall Heinis länger als bis zur nächsten Eisdiele fahren, stöpseln sich sich Gehörschutzwatte in die Ohren. Ist sonst zu laut auf die Dauer……. Ich gebe NICHT auf und nerve jeden meiner Bekannten mit zu lauten Kisten!

  2. Die Idee von “Schandmalen” hatten wir schon im Mittelalter. Das würden nur Personen schlimm finden, die ein Gewissen haben. Außerdem muss man dann erstmal durchsetzen, dass diese “Zeichen” auch sichtbar getragen werden.

    Mehr Kontrollen und empfindliche Strafen für ertappte Fahrer sind sicherlich sinnvoller.

    • Nun ja… Manche stellen sich mit »permanent verlorenen db-Killern« ja selbst und höchst freiwillig an den Pranger.

      Das Problem dabei ist das die Schandmalverteilung alle Motorradfahrer trifft (dank Pauschalisierung und kollektiver Streckenfahrverbote). 😦

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