Straßensperrung für Motorräder

Heute möchte ich ein paar Worte an alle Motorrad Fahrer und Fahrerinnen richten. Leider müssen wir immer wieder lesen das Straßen für Motorräder gesperrt werden sollen. Entweder beklagt man sich über Biker die der Meinung sind das sie die öffentlichen Straßen zu ihren Rennstrecken machen können,

oder über Biker die den Auspuff ihrer Maschine manipuliert haben.

Ich fahre nun schon über 40 Jahre Motorrad und finde es natürlich auch super wenn meine Maschine einen guten Klang hat. Aber wenn die Kisten so laut sind, das es nicht möglich ist den Garten oder die Terrasse ohne Gehörschutz zu benutzen hört der Spaß auf. Das gleiche gilt natürlich für die ganzen Möchtegern Rossis und Möchtegern Petruccis. Immer am Limit und weit über die zulässige Geschwindigkeit.

Ich bitte euch alle. Lasst uns mehr Rücksicht nehmen. Damit wir in Zukunft nichts mehr von Straßen Sperrungen lesen müssen. 

Gemeinsam und nicht Gegeneinander!

Hier nun zwei Artikel die gerade jetzt wieder im iNet zu finden sind.


Auf der Panoramastrecke zwischen Vossenack und Schmidt in der Eifel kommt es immer wieder zu illegalen Rennen, unerträglichen Motorradlärm und lebensgefährlichen Überholmanövern. Das kritisieren Anwohner. Der Gemeinderat von Hürtgenwald hat am Donnerstag (22.02.2018) aber darauf verzichtet, hart durchzugreifen und die Sperrung der Landstraße für Motorradfahrer zu fordern.

  • Anwohner kritisieren Lärm und illegale Rennen
  • Beliebte Motorradstrecke in der Eifel wird nicht geschlossen
  • Suche nach geeigneten Maßnahmen

Die Anwohner wollten, dass die Gemeinde Hürtgenwald den Dürener Landrat per Resolution auffordert, Teile der Landstraße 218 für Motorradfahrer zu sperren. Doch daraus wurde nichts.

Eifel lebt auch von Bikern

Ein generelles Fahrverbot treffe auch vernünftig fahrende Biker, gaben etliche Ratsmitglieder zu bedenken, aber auch von denen lebe die Eifel. Statt der Sperrung forderte der Gemeinderat in seiner Resolution – Zitat – “geeignete Maßnahmen” gegen rasende Biker.


Vossenack und Schmidt bekämpfen Motorradlärm

  • Panoramastraße wird nicht gesperrt
  • Maßnahmen sollen die Strecke leiser machen
  • Beidseitige Blitzer werden aufgestellt

Die bei Motorradfahrern beliebte Panoramastraße zwischen Vossenack und Nideggen-Schmidt wird nicht gesperrt. Um die Anwohner vor Lärm zu schützen, soll die Strecke vielmehr durch ein Bündel von Maßnahmen leiser werden. Darauf hat sich gestern im Hürtgenwalder Rathaus ein Runder Tisch aus Behörden, Bürgern und Motorradfahrern verständigt.

Dreiklang von Maßnahmen

Eine auch nur zeitlich begrenzte Sperrung der Panoramastraße für Motorräder sei rechtlich problematisch und langwierig, hieß es nach der Sitzung. Schneller will man mit einem Dreiklang von Maßnahmen zum Ziel kommen. Das Ziel: Motorradrüpeln soll die Strecke regelrecht verleidet werden.

Maßnahmenbündel

Vorgesehen sind jetzt strenge und häufige technische Kontrollen der Motorräder, der Kreis Düren gründet dafür eine Sondereinsatzgruppe, schließlich wird künftig von vorne und hinten geblitzt.

  • Wichtigstes Instrument sind engmaschige strenge Kontrollen auf unerlaubte technische Veränderungen an den Motorrädern. Verstöße sollen mit harten Strafen geahndet werden, bis hin zur Beschlagnahme. Manche Manipulationen an der Technik sind allerdings für ungeübte Augen kaum zu erkennen. Die Polizei holt sich deshalb Rat bei Kollegen in Köln, die technisch speziell geschult sind. Auch Fachleute vom TÜV sind bei den Kontrollen dabei.
  • Um die Aktionen zu koordinieren, gründet der Kreis Düren eine eigene Sondereinsatzgruppe. Sie soll die Schwerpunkteinsätze wie auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarbehörden planen. Ohne deren Unterstützung sei die Sache nicht zu stemmen.
  • Schließlich wird bei Tempokontrollen künftig von hinten und vorne geblitzt, zum Kennzeichen soll ein Gesicht erfasst werden. Nach Möglichkeit werden Raser an Ort und Stelle von einem weiteren Kontrollfahrzeug angehalten.

Einverständnis auf alle Seiten

Vertreter von Anwohnern und Motorradfahrern hätten sich mit den Konzept einverstanden erklärt, sagte ein Sprecher der Gemeindeverwaltung Hürtgenwald nach der Sitzung. Auch die Motorradfahrer wollten im Umfeld der Aktionen auf schwarze Schafe in den eigenen Reihen einwirken. Die Maßnahmen sollen zu Ostern gestartet werden. Eine erste Auswertung soll zur Jahresmitte erfolgen.

Quelle: WDR

19 Gedanken zu „Straßensperrung für Motorräder

  1. Im Prinzip richtig. Aber was ist mit illegalen Autorennen? Dazu noch in den Städten. Das ging schon so weit, das Menschen sterben mußten. Lauter Auspuff? In Hamburg gibt es schon eine Sondergruppe. Da werden zu laute PKW´s aus dem Verkehr geozogen. Ich meine, es muß ein allgemeines Umdenken stattfinden. Motorradfahrer genauso wie Autofahrer.

    • Rücksichtslose PKW oder rücksichtslose Motorrad Fahrer gehören aus dem Verkehr gezogen. Aber es werden keine Straßen gesperrt weil sich Leute illegale Autorennen liefern.

    • Stimmt, die gehören alle aus dem Verkehr gezogen. Das mit der Rücksichtnahme kann man allerdings auch auf viele andere Lebensbereiche übertragen.

    • 100% leider ist für viele Mitmenschen das Wort Rücksicht ein Fremdwort! 🙁

    • Wohl wahr. Aber es gibt immer noch etliche Ausnahmen …. Menschen, die auf den Nächsten achten

  2. Wie wäre es mal mit Rücksichtnahme auf die Motorradfahrer, wenn PKW`s sich weiter rechts auf der Fahrspur bewegen würden, denn dann hätte meine KAWA genügend Platz im Staugeschehen und auch sonst an diesen Blechhaufen vorbei zu fahren … warum blockieren so viele Autofahrer die Fahrspuren … haben alle einen Linksdrall ? Ich plädiere dafür dass die komplette Autoindustrie endlich eingestampf wird und es nur einen Planten für Motorradfahrer gibt …. nix für ungut 😉

    • Das finde ich recht Kurzsichtig von dir. Ohne die Autoindustrie wäre 100000 ohne Arbeit. Aber etwas mehr Rücksicht seitens der Autofahrer wäre nicht schlecht. So wie du schreibst bei einem Stau auf der BAB. Viele bekommen Bluthochdruck wenn wir langsam an der Schlange vorbei fahren. Wie in meinem Beitrag geschrieben, MITEINANDER nur so geht es!

    • Der Linksdrall kommt vom »mal gucken was da vorne so los ist«-Ansatz.

      Leider aktuell im Radio (bin gerade die gleiche Strecke ab Aichelberg in die andere Richtung gefahren): »Die Polizei meldet das ENDLICH eine Rettungsasse gebildet werden soll damit Rettungs- und Räumfahrzeuge durchkommen. Ansonsten ist die Strecke nicht eisfrei zu halten/zu bekommen.«

      A8 Ulm -> Stuttgart zwischen Aichelberg (58) und Kirchheim Teck-Ost schwerer Unfall. der Rettungshubschrauber kreiste bereits. Morgen steht’s in der Zeitung, übermorgen wird die nächste Rettungsgasse nicht gebildet. 🙁

  3. Hallo Rudi,
    danke für deinen Artikel. Ich kenne die Strecke nicht, welches Tempo war denn dort bisher erlaubt? Wird eins kommen und wenn was wird zukünftig erlaubt sein?
    Interessant wäre auch zu erfahren, wie hoch das Verkehrsaufkommen zu unterschiedlichen Zeiten auf der Strecke ist und wieviel Prozent zu laute und zu schnelle Motorräder darunter sind. Wieviel Anwohner sind betroffen und wieviele möchten eine Reglementierung? Und wer von denen die sich beschweren sind Ureinwohner?
    Man denkt vielleicht was tut denn das zur Sache und das ist doch vollkommen egal.
    Es ist nur für das Gesamtbild, welches ich mir gerne machen möchte. Oder möchte ich nur meine Vorurteile bestätigt sehen?
    Also, wenn ich am Wochenende durch die Eifel fahre, dann fällt mir auf daß sehr viele Bürger die eigentlich in Großstädten leben, dort ein Häuschen erworben haben.
    Könnten das evtl. die Beschwerdeführer sein? Ich habe lange Zeit in Köln gelebt und ich kenne meine Pappenheimer persönlich. Da gibt es welche die nicht unerheblich an der Lautsärke in der Stadt beteiligt sind, die fahren in ihr Wochenendhaus und verlangen daß
    dann dort die heile Welt ist. hahahaha! Erinnert mich an diejenigen die an einen Flughafen ziehen und dann gegen den Flugverkehr protestieren.
    Außerdem würde ich gerne den Fragen auf den Grund gehen:
    Was ist ein illegales Rennen? Was ist ein Raser? Wer hat die Deutungshoheit über diese Begriffe? Bin ich ein schwarzes Schaf?
    Ich bin jedem dankbar der mir hilft meine Fragen zu beantworten.
    LIEBEn Gruß und ein freundliches määääh
    rudi rüpel

  4. Die Definition eines Rasers fehlt noch immer im deutschen Recht. Die Schweiz ist da (seit dem 1. Januar 2013) schon weiter:

    · Wer durch eine Tempo-30-Zone mit 70 Kilometern pro Stunde fährt,..
    · Wer innerorts bei erlaubten 50 km/h mit 100 km/h unterwegs ist,..
    · Wer ausserorts bei erlaubten 80 km/h mit 140 km/h unterwegs ist…
    · Wer auf Autobahnen bei erlaubten 120 km/h mindestens 200 km/h fährt…

    …ist ein Raser. Durch die hohen Drehzahlen gibt’s meistens auch laute Emissionen der »fuel to noise«-Konverter. Wobei man mit 70 km/h nicht zwingend laut sein muss (aber zu schnell sein kann).

    Sinnvoller als die in Bayern anzutreffenden Rüttelstreifen finde ich jedenfalls regelmäßige Verkehrskontrollen. Aber läuft das dann evtl. so ab wie mit den diversen anderen regelmäßigen Kontrollen? Dann wird das eine Gebiet »vermiest«, dafür wird ein anderes erschlossen. Dann siedeln sich die »schnellen Krawallbrüder und -schwestern« eben an anderen Strecken an. Vielleicht auf Autobahnen? Ne, vermutlich zu wenig Kurven…

  5. Wir wohnen im Bergischen Land, Familie mit 2 kleinen Kindern. 2000 Motorräder am Tag, direkt vor der Haustüre, ein viertel davon Extremspastis die mit 8000 U / min auf die nächst Kurve ballern, innerorts. Wohnen ist mittlerweile unmöglich, wir werden 2019 nachts Lenor auf die Fahrbahn kippen, hättet Ihr Geist oder Talent würdet Ihr auf der Rennstrecke fahren….jeder hingefallene sorgt für 4h Ruhe.Auge um Auge, Zahn um Zahn. Keine Rücksicht = Keine Rücksicht

  6. Vielleicht tauschen wir bei der Lärmdebatte einfach mal das Wort Motorrad/Bike gegen das allgemeingültige Wort KRAFTFAHRZEUG aus.
    Ich habe vor einer Woche eine Probefahrt mit dem neuen Ford Mustang GT gemacht. Das erste was der Verkäufer mir stolz erzählte, war dass der Wagen jetzt eine Klappenauspuff mit 4 Stellungen von Leise bis “Gewitter” hat. Da toppt ihr jedes Motorrad mit. Das gleiche bei Audi, Jaguar, und so weiter. Komisch daß sich dort niemand beklagt. Ich habe noch keine Streckensperrung für laute Sportwagen und Musclecars gesehen.
    Eine Verschärfung der Rechtslage und entsprechende Kontrollen und rigorosen Konsequenzen bei manipulierten Auspuffanlagen sind da die einzige Option, mit Beschlagnahmung der entsprechenden Fahrzeuge wegen Erlöschen der Betriebserlaubnis. Und die Wiederherstellung dieser, kann meiner Meinung nach, ein Laie, durch einfaches Einschrauben des, in der Tasche mitgeführten, DB-Eaters nicht wieder hergestellt werden. Das Fahrzeug müsste stillgelegt und erst nach einer technischen Überprüfung mit Abgas- und Geräuschemmissionskontrolle wieder in Betrieb genommen werden dürfen. So einfach kann das sein. Wohlgemerkt Fahrzeuge, 2 oder 4 Räder ist egal. Dass bisher der Eater wieder eingeschraubt wird und weitergefahren werden darf, erschließt sich mir nicht. Bei aller anderen Qualifikation ist ein Polzeibeamter kein Sachverständiger. Er dürfte gar nicht die Möglichkeit haben,den ordnungsgemäßen Zustand zu bestätigen. Eine ggf. mehrwöchige Fahrpause für diese Künstler würde zu der schönen Jahreszeit sicher mehr bewirken, als ein Paar Euros. Die kämen dann bei zwangsweiser Erteilung eines Geräuschgutachtens eben nochmals oben drauf.

    • Stell ich mir gerade vor: Straßensperrung für PKW`s. DA wäre das Geschrei groß. Und das mit dem Klappenauspuff kenne ich von AUDI. Ich finde das sowas auch verboten gehört! Ich bin der gleichen Meinung wie du. DB Killer raus, Betriebserlaubnis erloschen. Das Fahrzeug MUSS beim TÜV wieder vorgeführt werden um eine neue Zulassung zu bekommen. Dazu für den Fahrer 200€ Strafe und 1 Punkt. Dann hört das schnell auf.

    • Straßensperrungen für PKW kommt doch evtl. bald – nennt sich dann »Dieselverbot«. ?

    • Ich fahre zwar keinen Diesel, frage mich aber wer und wie soll das kontrollieren? Ich bin aber auch der Meinung das hier die Hersteller zu 100% in die Pflicht genommen werden sollen!
      Ich hatte den Lenor Beitrag erst freigegeben. Dann doch wieder blockiert. Mit solchen Leuten kann man leider nicht diskutieren. 🙁

    • Das “Wer” ist schnell beantwortet: Die Polizei. Denn die ist zuständig. Das Ordnungsamt ist nur für den ruhenden Verkehr (parkende Fahrzeuge) zuständig.
      So. Jetzt hat aber die (Verkehrs)Polizei noch ein paar andere Aufgaben und hat nicht jahrelang unruhig in ihren Fahrzeugen gesessen von wegen »Wann kommt endlich mal eine Aufgabe für uns daher?«.
      Die Kommunen sind also nicht zuständig und die Polizei hat für so etwas eigentlich keine Zeit. Also müssten sie entweder Plaketten (lassen sich schneller überprüfen) einführen, siehe hier z.B. das System in Frankreich oder aber es bleiben nur allgemeine Verkehrskontrollen.
      So sehe ich das jedenfalls nach dem was bislang so berichtet wurde.

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