Weniger tote Motorradfahrer bei Unfällen in NRW

Foto: Arnulf Hettrich/Fnoxx

  • Start in Motorradsaison glimpflich verlaufen
  • Im ersten Halbjahr weniger tödliche Unfälle als im Vorjahreszeitraum
  • Experten haben dafür eine Erklärung

Die Zahl der tödlichen Motorradunfälle ist nach Angaben des NRW-Innenministeriums rückläufig. Im ersten Halbjahr 2019 starben auf den Straßen Nordrhein-Westfalens 29 Motorradfahrer (Vorjahr: 34). Das berichtet die dpaam Samstag (27.07.2019).

Bei jeweils rund 60 Prozent der tödlichen Unfälle wurden die Motorradfahrer als Verursacher ausgemacht. Die Zahl der nicht-tödlichen Motorradunfälle sank ebenfalls – um fast elf Prozent auf 1.711 Fälle.

Polizeikontrollen an Unfallschwerpunkten

Die Auswertung der Unfallzahlen zeigt laut Ministerium, dass Motorradfahrer nicht mehr so sehr auf den beliebten Ausflugsstrecken verunglücken, sondern häufiger innerorts. Die Polizei kontrolliere verstärkt dort, wo sich schwere Unfälle ereignen.

Die Zahl schwerer Motorradunfälle geht bundesweit seit Jahren zurück: Von 2000 bis 2018 verringerte sich die Zahl der getöteten Zweiradfahrer um mehr als ein Drittel auf deutschlandweit 620, wie das Institut für Zweiradsicherheit (IFZ) in Essen auf der Grundlage von Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte.

Verbesserte Bremssysteme

Von 1990 bis 2018 habe sich die Zahl der Zweiräder auf 4,4 Millionen mehr als verdreifacht, trotzdem seien die Verunglücktenzahlen (mit Verletzten) um 27 Prozent auf rund 31.000 gesunken.

Die positive Entwicklung wird unter anderem auf technische Verbesserungen, vor allem ABS-Systeme zurückgeführt. Neuerdings ermöglichen die Systeme kontrolliertes Bremsen sogar in Schräglage und verhindern so vielfach gefährliche Stürze.

Quelle: www1.wdr.de

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